Saba - the unspoiled Queen





Saba - the unspoiled Queen März 2005
 
Die Insel ****
 
ist vulkanischen Ursprungs, hat nichts gemein mit dem Klischee einer Karibikinsel. Kein Strand, keine Palmen, aber dafür Natur pur am höchsten Berg Hollands. Nur wenige Touristen, die bei Wanderungen oder Tauchgängen Saba erkunden. Es geht alles zwei Schritte langsamer als im Rest der Welt. Nach drei Wochen kennt man viele Einheimische mit Vornamen und fühlt sich richtig wie zu Hause. Es gibt überall wilde Ziegen und einen faszinierenden Feenwald auf dem Gipfel – mystisch, wenn die Wolken durchwabern. Toller Blick von da oben! Für die Wanderungen sollte man fit sein, gute Schuhe und viel Wasser dabei haben. Der Anflug auf die Insel ist übrigens nichts für schwache Nerven. Die Landebahn hat nur ca. 450 m.
 
 
Die Küche ****
 
ist international. Wir hatten nur Frühstück gebucht und uns abends je nach Lust und Laune in verschiedenen Restaurants einen Tisch reserviert. Ihr müsst vorher reservieren, das war gewöhnungsbedürftig. Besonders genossen haben wir das Essen in der Ecolodge (dienstags Indonesien Night - oberlecker), im Brigadoons (samstags Sushi - unübertroffen) und in My Kitchen (immer gut, wenn alle Zutaten verfügbar waren und man nicht aufs Versorgungsschiff wartete). Allerdings waren wir jeden Abend mit Getränken zu zweit 60-90 US$ los.
 
 
Die Basis ****
 
Getaucht haben wir bei den 
Saba-Divers vom Hafen (böse Baustelle) aus. Die Basis wird professionell geführt und versammelt viele gute Guides. Sie gehört zum Hotel Scouts Place, von wo aus wir jeden Morgen mit dem Shuttlebus ca. 20 Minuten zum Hafen fuhren ( sehr kurvenreich und 400 Meter bergab). Wir fühlten uns dort immer gut aufgehoben und sehr herzlich betreut, Nitrox tauchen war kein Problem (Nitrox for free).
 
 
Das Boot ***
 
Es gibt zwei fast identische Tauchboote für je maximal ca. 12 Taucher. Dann allerdings recht eng. Getaucht wird amerikanisch (two Tank Dives). An Bord gibt es immer (außer der Seegang hat alles verschüttet) Eistee aus dem Kühlbehälter. Wir waren immer ca. 14:00 Uhr im Hotel zurück. Da hatte man noch genug Zeit um die Insel zu genießen.
 
 
Die Tauchplätze ***/****
 
Der erste Tauchgang findet meist an den Pinnacles (unterseeische Nadeln, die bis ca. 30 Meter unter die Wasseroberfläche reichen) statt. Dort hat es eine ganz eigene Atmosphäre, wenn wir auch leider kaum Großfisch sahen. Der zweite Tauchgang wurde nach einer Stunde Oberflächenpause an den Riffen nahe der Küste durchgeführt. Diese Tauchgänge waren flacher, dafür geografisch sehr interessant (erkaltete Lavafinger, an den Hotsprings noch spürbar wärmer). Bewuchs und Fischreichtum sehr gut. Unser erstes Seepferdchen haben wir auf Saba gesichtet (unter sachkundiger Führung, sonst hätten wir es nicht gefunden).
 
 
Fazit ****
 
Super Urlaub für Taucher, die die Ruhe bevorzugen und vielleicht noch gerne wandern.